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Montag, 3. Oktober 2016

Snakk i Norge



Was geschah in der letzten Woche in Norwegen






Costa des Vestland - die neue Sonnenküste?

Arve Festø und viele Norweger fragen sich, ob die Anzahl der Tage über 20 Grad im September in Ålesund einen neuen Wärmerekord bringen wird.
Im September waren in Ålesund an 10 Tagen mehr als 20 Grad. Es ist noch kein Rekord gewesen, das war 1999, aber war schon extrem. Hokksund kann mit ganzen 23 Sommertagen angeben, das ist norwegischer Rekord für den September.
Der Rest von Südnorwegen ist auch mit dabei, bei diesen hohen Hitzewerten. Mit neuen Rekorden im September sind Stavanger mit 27,3 C und Bergen 27,2 C mit an der Spitze.Auch das Østlandet konnte einer der wärmsten Septembermonate verzeichnen, seit es die Messungen gibt.
Wenn man sich den Trend anschaut,  ist klar zu ersehen, dass nicht nur Norwegen diese hohen Temperaturwerte erlebt. Die 10 wärmsten Jahre global gesehen, sind alle in den letzten 20 Jahren zu verzeichnen. 2015 war bis jetzt das wärmste Jahr, aber 2016 ist auf dem besten Wege das Vorjahr zu schlagen.
Quelle: NRK

57000 Unterschriften gegen die Jagd von Wölfen

47 Wölfe sind zur Jagd freigegeben und am Samstag hat die Jagd auf sie begonnen. Die Unterschriftenkampagne wurde von Privatpersonen  gestartet, die alles in Bewegung setzen, um zu verhindern, dass norwegische  Politiker und Verwalter  den norwegischen  Staat blamieren.
Das meist bedrohteste Säugetier kurz vor der Ausrottung zu verwalten, schafft nicht gerade Ansehen bzw. worauf man Stolz sein kann. Es kamen Unterschriften aus 100 Ländern.
Der Löwenanteil  kam aus Norwegen, die ihren Widerstand markieren und nicht nur von Städter.
Es ist alles andere als ein Kampf zwischen Oslo und dem Rest von Norwegen. Beinahe 3/4 der norwegischen  Unterschriften sind von Bürgern außerhalb der Großstädte, jede 6. Unterschrift ist von Oslo.
Quelle: NRK

Elchfamilie terrorisiert die Einwohner von Hemnesberget

Unni Solheim klopfte an die Fensterscheibe, um die furchtlosen Elche in Ihrem Garten zu vertreiben, aber die ließen sich nicht stören und verspeisten den größten Teil der Äpfel, nur an den oberen Ästen blieben noch einige für Marmelade übrig.
Plötzlich hörte Unni den Rasenmäherroboter starten.  Er ist so eingestellt,  dass er automatisch viermal in der Woche die Wiese mäht. Ausgerechnet jetzt ging er los und ganz langsam in Richtung Elch. Anstatt zu erschrecken, hob der Elch das Bein hoch und donnerte seine Klaue in den Mäher. Selbst wenn Unni einige Kilo Äpfel und einen  20000 Kronen teureren Rasenmäher verschmerzen muss, hat sie ein gemischtes Gefühl über die Nachricht,  dass die Elchkuh mit ihren beiden Kälbern aus dem Wohngebiet gelockt und erschossen werden sollen.
Die Behörden erhielten ständig Anrufe von Bürgern, die sich über die Elche beschwerten, die zuletzt zum Angriff gingen und eine Person getreten hatten.  Kinder  fürchteten sich, zur Schule zu gehen und die Bewohner konnten im Winter nicht die  beleuchtete Loipe benutzen, weil sie von den Elchen angegriffen wurden. Jetzt hat die Behörde Jäger beauftragt, die Elche zu erschießen.
Quelle: NRK

Das Zentrum in Tromsø soll erneuert werden

Sie ist nicht nur die  "arktische Hauptstadt", sie soll auch so aussehen. Am Montag starten die Vorbereitungen zur Neugestaltung des Storgata-Gebietes und des Kirkeparken.
Unter den Veränderungen  soll der Kirkeparken eine noch "grünere Lunge" erhalten, die Fußgängerzone südlich ausgeweitet und der Autoverkehr entfernt werden, Radfahrer und Fußgänger sollen Priorität haben. Die ganze Strecke wird durch fließende Wasserwärme, in den Wintermonaten Schnee- und Eisfrei gehalten.
"Es soll hell, leicht und Platz zum Sitzen und Spielen da sein, einfach attraktive Treffpunkte müssen geschaffen werden!", sagt der stellvertretende Bürgermeister Jarle Aarbakke.
Quelle: NRK

Norwegische Touristenziele stehen vor dem Kollaps 

Die Natur aller touristischen Reiseziele können die Belastungen des rasant angestiegenen  Touristenansturms in den Sommermonaten nicht mehr verkraften. Die Verantwortlichen der Reiseunternehmen und Wirtschaftsbetriebe schlagen Alarm und sind der Meinung,  dass es eilt, rasch eine Lösung gegen den Verschleiß der Natur zu finden.
Quelle: NRK

Millionenbelohnung für entwichene Zuchtlachse

Die Behörden bitten die Hobbyfischer entlang der Helgelandküste um Hilfe, nachdem ungefähr 9000 Zuchtlachse neulich von einer Zuchtanlage entwichen sind. Bisher wurden 1100 Fische wieder eingefangen.
Für jeden entwichenen Zuchtlachs verspricht der Zuchtbetrieb Nova Sea 300 Kronen zu zahlen. Das Fischereiministerium hat dem Betrieb auferlegt die Fische zu fangen.
Vom 1. Oktober ist es vier Wochen möglich, an dem Einfangen der Fische teilzunehmen. Kriterium ist grobmaschiges Garn zu benutzen.
Die Behörden und der Zuchtbetrieb hoffen mit dem Einsatz der Bürger, so viele entwichene Zuchtlachse als möglich, wieder einzufangen.
Quelle: NRK

Zitat der Woche

"Das Leben ist eine Leihgabe, ich danke fürs Leihen"

Knut Hamsun, norwegischer Schriftsteller u. Literaturnobelpreisträger

Kommentare:

  1. Liebe Eva,
    ich kann die gemischten Gefühle von Unni verstehen, aber wenn Gefahr für Menschen besteht, dann muss eingegriffen werden. Aber vielleicht würde ja die Aufnahme der Elche in einem Gehege auch Abhilfe schaffen?!
    Heute kann ich mich nicht ganz mit dem Zitat einverstanden erklären. Ich halte ihm entgegen:
    Mein Leben gehört mir, denn es wurde mir geschenkt. Allerdings nur auf beschränkte Zeit, aber ist es deshalb geliehen? Man könnte jetzt ins Philosophieren kommen.
    LG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid, nee Gehege für Elche gibt es in Norwegen nicht. Sie sind so unbeliebt, wie hier die Wildschweine. Liebe Grüße Eva

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